Kommunale Wärmeplanung der Verbandsgemeinde Lingenfeld - Abschlussbericht
Die Verbandsgemeinde Lingenfeld hat im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative einen kommunalen Wärmeplan erstellt. Ziel ist eine langfristige, technisch umsetzbare und wirtschaftlich tragfähige Wärmeversorgung zur Erreichung der gesetzlichen Klimaschutzziele bis 2045. Grundlage sind Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Zielszenario und Wärmewendestrategie.
Bestandsanalyse
Die Bestandsanalyse erfasst die heutige Wärmeversorgung der Verbandsgemeinde. Untersucht wurden die Gebäudestruktur, der Wärmebedarf, die eingesetzten Energieträger, vorhandene Wärmenetze, der Stromverbrauch und die Stromerzeugung.

Potenzialanalyse
Die Potenzialanalyse untersucht Möglichkeiten zur Verringerung des Wärmebedarfs sowie den Einsatz erneuerbarer Energien. Betrachtet wurden Energieeinsparung, Umweltwärme, Geothermie, Abwärme, Photovoltaik, Solarthermie, Biomasse, Biogas und Windenergie.

Wärmewendestrategie
Der Maßnahmenkatalog umfasst sieben Handlungsfelder:
- Energieeinsparung und Energieeffizienz (S. 199)
- Wärmenetze (S. 200–201)
- Analyse von Neubaugebieten (S. 202)
- Ausbau erneuerbarer Energien (S. 203)
- Schaffung organisatorischer Rahmenbedingungen (S. 204)
- Integrierte Quartierskonzepte und Sanierungsmanagement (S. 205)
- Einführung eines Kommunalen Energiemanagements (S. 206)
- ergänzt werden die Maßnahmen durch eine Kommunikationsstrategie (S. 207), ein Monitoringkonzept (S. 208–210) sowie eine Verstetigungsstrategie (S. 211).
Kapitel 9 | Seiten 197–215
Zielszenario: Das Zielszenario beschreibt die zukünftige Wärmeversorgung der Verbandsgemeinde bis zum Jahr 2045. Geplant ist, dass Wärmenetze künftig bis zu 27 % des Wärmebedarfs decken. In den ländlich geprägten Ortsgemeinden liegt der Schwerpunkt auf dezentralen Versorgungslösungen mit erneuerbaren Energien sowie auf kalten Nahwärmenetzen. Gleichzeitig wird bei einer angenommenen Sanierungsquote von 1,5 % pro Jahr erwartet, dass der gesamte Wärmebedarf der Verbandsgemeinde bis 2045 von derzeit 243,2 GWh/Jahr auf rund 174 GWh/Jahr sinkt.
